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Hantavirus: Symptome, Übertragung und Schutzmaßnahmen erklärt - Citopendia

Hantavirus: Symptome, Übertragung und Schutzmaßnahmen erklärt

Sophie Eldridge

Hantavirus Symptome Uebertragung Schutz
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Zuletzt aktualisiert: 10. Mai 2026

Das Hantavirus ist eine Viruserkrankung, die durch Nagetiere übertragen wird und vor allem die Nieren befallen kann. In Deutschland zählt das Puumala-Virus als häufigste Variante, übertragen durch die Rötelmaus. 2026 sorgte ein Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff für erhöhte Aufmerksamkeit – hier erfahren Sie alles Wichtige zu Übertragung, Symptomen und Schutz.

Was ist das Hantavirus?

Hantaviren sind eine Gruppe von RNA-Viren aus der Familie der Hantaviridae. Sie werden weltweit von verschiedenen Nagetieren als natürliche Wirte getragen. In Deutschland ist das Puumala-Virus der häufigste Erreger, dessen natürlicher Wirt die Rötelmaus ist. In Süd- und Lateinamerika kommt das gefährlichere Andes-Virus vor, das als einzige Variante auch von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Wie wird das Hantavirus übertragen?

  • Aerosole: Einatmen von Staub mit getrocknetem Mäusekot, Urin oder Speichel
  • Direktkontakt: Berühren kontaminierter Oberflächen und dann Mund/Nase/Augen
  • Bisse: Sehr selten – direkter Biss durch ein infiziertes Tier

Typische Infektionssituationen

  • Aufräumen von Garagen, Kellern, Schuppen oder Dachböden mit Mäusekotspuren
  • Gartenarbeiten in Gebieten mit hoher Nagetierpopulation
  • Schlafen oder Campen in der Natur ohne Schutz

Wichtig: Das in Deutschland vorkommende Puumala-Virus wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Inkubationszeit

Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen vergehen in der Regel 2 bis 4 Wochen. In seltenen Fällen wenige Tage oder bis zu 60 Tage.

Symptome einer Hantavirus-Infektion

Phase 1 – Fieberphase (Tag 1–4)

  • Plötzlich einsetzende hohe Körpertemperatur (38–40 °C)
  • Starke Kopf- und Gliederschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen, Bauch- und Rückenschmerzen
  • Ausgeprägte Erschöpfung, gelegentlich Sehstörungen

Phase 2 – Nierenphase (Tag 4–8)

  • Eingeschränkte Nierenleistung, reduzierte Urinausscheidung
  • Blutdruckschwankungen, weiterhin Flankenschmerzen

Phase 3 – Erholungsphase

  • Deutliche Zunahme der Urinausscheidung, schrittweise Besserung
  • Erholung dauert Wochen bis Monate

Diagnose

  1. Anamnese: Arzt fragt nach möglichen Expositionsquellen
  2. Blutbild: Erhöhte Entzündungs- und veränderte Nierenwerte
  3. Serologie: Nachweis von Antikörpern im Blut
  4. PCR-Test: In der frühen Phase möglich

Behandlung

Es gibt keine spezifische antivirale Therapie in Deutschland. Die Behandlung ist symptomatisch: Flüssigkeitszufuhr, Nierenüberwachung, bei schwerem Versagen Dialyse, Schmerz- und Fiebermittel, körperliche Schonung.

Risikogebiete in Deutschland

  • Süddeutschland: Bayern, Baden-Württemberg (Schwäbische Alb, Bayerischer Wald)
  • Nordrhein-Westfalen: Sauerland, Teutoburger Wald
  • Niedersachsen und Hessen: Teilgebiete mit hoher Rötelmausdichte

Schutzmaßnahmen

In Haus und Keller

  • Mäusekot niemals trocken kehren oder saugen – Aerosole werden aufgewirbelt
  • Betroffene Bereiche zuerst anfeuchten (Wasser + Desinfektionsmittel)
  • FFP2- oder FFP3-Maske tragen bei Staubgefahr
  • Einmalhandschuhe verwenden, gut lüften

Im Garten und in der Natur

  • Nagerbefall frühzeitig erkennen und Schädlingsbekämpfer beauftragen
  • Lebensmittel mäusesicher lagern
  • Camping-Ausrüstung in verschlossenen Behältern aufbewahren

Aktuelle Lage 2026

Im Mai 2026 sorgte ein Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius für bundesweite Schlagzeilen. Das RKI stellte klar: Das Puumala-Virus ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar – keine Pandemiegefahr. Empfehlenswert: Wohnsituation in Endemiegebieten überprüfen.

FAQ zum Hantavirus

Kann man Hantavirus von anderen Menschen bekommen?

Die in Deutschland vorkommende Variante wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Gibt es eine Impfung gegen Hantavirus?

In Deutschland ist derzeit keine Impfung zugelassen. In Südkorea und China gibt es Impfstoffe ohne EU-Zulassung.

Was tue ich bei Verdacht auf Hantavirus?

Sofort Hausarzt aufsuchen und aktiv auf möglichen Nagerkontakt hinweisen. Der Arzt kann gezielt auf Antikörper testen.

Welche Nagetiere übertragen Hantavirus in Deutschland?

Hauptüberträger ist die Rötelmaus (Myodes glareolus). Andere Nagetiere können ebenfalls Träger sein.

Wie lange ist man nach einer Infektion krank?

Die Erkrankung dauert 2 bis 4 Wochen. Die Nierenerholung kann mehrere Monate dauern. Volle Genesung ist die Regel.

Wann sollte ich ins Krankenhaus?

Bei stark verminderter Urinausscheidung, Fieber über 40 °C, Bewusstseinstrübung oder extremem Kreislaufabfall sofort Notaufnahme aufsuchen.

Kann ein Haustier das Hantavirus übertragen?

Hunde und Katzen gelten nicht als Überträger. Empfehlenswert ist, Haustiere in Risikogebieten nach Außeneinsatz zu kontrollieren.

CP
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